IM AFFEKT - IM AFFEKT (LP 1988 / CD 1989)

So wird unsere LP auf ebay angeboten. Für 50 Euro!!!

IM AFFEKT - IM AFFEKT

Die Kehrseite der Medaille!

Alle Lieder sind bald unter IM AFFEKT - LIVE in wilden Versionen zu finden!

Joy Division - Unknown Pleasures (1979)

 

Eine unglaublich kalt produzierte Platte mit verstörenden Geräuschen und noch verstörenderer Musik. Wir coverten "Shadowplay" (siehe Live-Songs) und alle drehten durch. Was wir mit Joy Division gemeinsam hatten, sind die Bassfiguren, auf denen sich Gitarre und Gesang ausbreiten konnten.

The Chameleons - Script of the Bridge (1983)

 

Ein Album aus einem Guss. Wer nicht weiß, wie Herbst klingt, besorge sich diese Platte. Scooter (wer ist das?) coverte irgendwann einmal "Second Skin" und nicht einmal er traute sich, es kaputt zu machen. Ein Album für die Ewigkeit.

Hüsker Dü - New Day Rising (1984)

 

Bob Mould hatte den spitzesten Gitarrensound der Welt. Keine Bässe. Das Schlagzeug klang dünn wie kein anderes und doch war dieser Lärm voller Schönheit und Melodie. "Celebrated Summer" lief auf Dirks Beerdigung. Wir coverten des öfteren Hüsker Dü, vor allem auf Feten im Kuhstall!

Black Flag - Slip it in

 

Im Proberaum stand eine Horde Wahnsinniger im Halbkreis  und schrie  mit vorgebeugten Oberkörpern "YOU...SLIP....IT...IIIIIIIIIIN!"

Wir coverten "Wound up", Oli schrie und Didi half beim Uuuuuuuuuuuuup!  Ich schrieb mir ein paar Zeilen daraus an die Zimmerdecke. Henry Rollins war der heimliche Anführer des Lahrer Untergrunds.

The Smiths - Hatful of Hollow (1984)

 

Ich hörte das Album auf Kassette und dachte Mitte der 80er Jahre: "Was ist denn das für eine Stimme? Und was für eine Gitarre?" Ich schrieb mir die besten Textzeilen in alle Schulhefte. Dirk fragte mich wie die Zeile "You are your mother`s only son" weiterging und ich sagte "and you`re a desperate one". Er akzeptierte mich darauf als Smiths-Fan. Heaven knows I was miserable then. Diese Platte ist was die Smiths ausmacht!

Dinosaur jr. - Bug

 

Wir sahen Dinosaur jr. gemeinsam in der Basler Kaserne und hätten ihnen zuvor ins Abendessen spucken können. Zwischen jedem Lied ohrenbetäubendes Feedback, als hätte es das gebraucht. Eine viel zu kurze schöne Platte. Bald darauf coverten sie "Just like heaven" von The Cure. "Freak Scene" ist genauso melodiös, trotz allem Radau und dem Genuschel.

Coldplay - Parachutes (2000)

 

Man traut es sich heute kaum zu sagen, aber Coldplay waren, zumindest für mich, eine Fortsetzung der Chamelons. Die vorangegangene "Blue Room e.p." versprach eine goldene Zukunft, doch es kam anders. Auf "X&Y" gibt es ein Lied namens "Square One" , das mich dazu veranlasste, der Band zu schreiben, sie mögen bitte weiter die Chameleons kopieren. Ich bekam keine Antwort.

Public Image Limited - album

 

John Lydon aka Johnny Rotten versammelte sich mit einer Riege großer Stars im Studio, schrieb deren Namen nirgendwo hin und hatte mit "Rise" trotzdem einen Hit. Das ist fast Heavy Metal. ANGER IS AN ENERGY!!!!

Sinéad O´Connor - I do not want what I haven`t got

 

Als "Nothing compares 2U" im Radio kam, wollte ich es schlecht finden, doch es ging nicht. Diese Stimme trifft mich immer wieder. Flüstern, schreien, singen. Das Album ist glatter als ihr Debut "The Lion and the cobra", aber ihre Stimme nur zu Akustikgitarre oder Rhythmusmaschine umso intensiver. In ihrem Hass auf Thatcher nicht weniger konsequent als Morrissey. "Black Boys on Mopeds"!

Soundgarden - Superunknown

 

Die 90er machten Rockmusik wieder attraktiv und alles wurde ineinander gekloppt. "Black Hole Sun" war der Hit zur Platte, das Video war der amerikanische Vorstadtalptraum. Plötzlich gab es richtig gute Sänger, denen man trotzdem gerne zuhörte :).

The Smiths - Meat is Murder (1985)

 

Ich kratzte mein Taschengeld zusammen und hatte trotzdem eine Mark zu wenig. Der Verkäufer hatte Mitleid mit einem kleinen Smiths-Fan. Wer bei "Well I wonder" nicht flennt, hat kein Herz. Dies ist die Platte, die tausende zu Vegetariern machte. "That joke isn`t funny anymore" war die Single. Dass diese Platte mitten in den synthetischen 80ern erschien, ist eigentlich unfassbar.

  The Divine Comedy - Victory for the Comic Muse (2006)

 

In zehn Tagen größtenteils live mit Orchester eingespielt! Das musikalisch und textlich meisterhafte "A Lady of a Certain Age" gehört zu den besten Liedern aller Zeiten. "The Plough" ist unglaublich gruselig und verstörend. Ein Album mit tausend Stimmungen und trotzdem aus einem Guss.

Portishead - Portishead

 

Es gibt auch moderne Musik, die einen staunen lässt. Ich musste Markus das erste Portishead Album "Dummy" aus Freiburg mitbringen und als ich es selbst anhörte, wusste ich, warum. Nicht gerade etwas für die Party, deshalb umso besser, auch auf der zweiten Platte. "Over" und "Humming" -  zum Frösteln schön!

Kate Bush - The Dreaming

 

Kate Bush machte bei den Aufnahmen alle wahnsinnig, wie es sich für ein Wunderkind gehört. Die beiden sperrigsten Lieder wurden Singles. Ansonsten schickt einem "The Dreaming" auf eine Reise nach Australien und in andere unwegsame Gegenden.

Ramones - It`s Alive

 

Hey, Ho, Let´s Go! Gabba Gabba Hey! Mit dieser Doppel-LP hat man alles, was die Ramones so einzigartig macht. ONE- TWO- THREE- FOUR!

Hier gibt es keine Atempause, höchstens zum Klebstoff schnüffeln!

Ryan Adams - Love is Hell

 

Sehe nur ich die Frau zwischen seinem gespiegelten Kopf? Wohl kaum. Produziert vom frühen Smiths-Produzenten John Porter, klingt das Album, als hätten die Smiths mit Bruce Springsteen eine Platte aufgenommen. Außerdem findet sich hier die beste Version von Oasis`"Wonderwall". Auf "Rise above" von Henry Rollins mit Freunden covert er Black Flags "Nervous Breakdown" alleine mit Gitarre.

Peter and the Test Tube Babies - The Mating Sounds of South American Frogs (1983)

Ich sah die Band mit 16 im Freiburger Cräsh. Vor mir packte jemand die Leute am Kragen und schleuderte sie durch die Gegend. Diese Platte ist ein Meisterwerk der Gitarrenarbeit und Peters Gekläffe kann nichts an der Schönheit der Platte ändern. Mit anderem Gesang klänge sie wie IM AFFEKT. Unser "Intro" klingt wie "September"!

Joy Division - Closer (1980)

 

Die Platte erschien nach Ian Curtis` Selbstmord. Sie klang etwas synthetischer als "Unknown Pleasures" ließ aber noch nicht erahnen, was New Order einmal verbrechen würden. Wir coverten "Passover" auf einer Fete, doch niemand nahm es auf. Ich bekam die Platte 1987 (auf Wunsch) von meinen Eltern zu Weihnachten!

The Divine Comedy - Casanova (1996)

 

Neil Hannon ist ein großer Fan von Scott Walker und klingt deshalb dem IM AFFEKT-Sänger nicht gerade unähnlich. Ein Album voller Kitsch, Orchester, Pathos, Übertreibung und Humor.  Das muss man sich erstmal trauen. Fantastische Texte, pompöse Musik und trotzdem Brit-Pop.

Pear Jam - Ten

 

Eddie Vedder ist schuld! An den unzähligen nölenden Grunge Sängern mit ihrem "Jö-hö-höar!" und daran, dass man plötzlich langhaarigen Gitarrenvirtuosen zuhörte. "Jeremy" und andere Lieder strotzen vor Kraft und Sensibilität, wie man es vorher so nicht gehört hatte. Zumindest ich nicht. MTV unplugged war beeindruckend. Eddie Vedder auf dem Barhocker stehend und überall Haare.

Slovenly - Riposte (1987)

 

Das amerikanische Label SST hatte nicht nur Black Flag und die frühen Hüsker Dü sondern auch schwer definierbares wie Slovenly. Über wunderschöne Melodien sang und sprach jemand, der beinahe klang wie ein gut gelaunter Ian Curtis. Manchmal erscheinen Band und Sänger wie auf unterschiedlichen Planeten.

Nirvana- Nevermind

 

Wir kannten die vielen Alternative-Bands, von denen sich Nirvana inspirieren ließen. Für mich war das eindrucksvolle "Nevermind" nicht so ungewöhnlich und überraschend neu, wie für den Mainstream. Nach diesem Album war dennoch nichts wie zuvor. Bon Jovi zog sich um und ging zum Frisör. Bei MTV unplugged spielten sie mit den Meat Puppets, einer von Olis Lieblingsbands vom SST Label.

The Sound - Jeopardy (1980)

 

Das Debut-Album der Band um den genialen Gitarristen, Sänger und Songschreiber Adrian Borland. Post-Punk wie aus dem Probekeller mit unverwechselbarem Sound. "Missiles" wurde eine Hymne gegen die atomare Aufrüstung. Adrian Borland beging Selbstmord. Zuvor arbeitete er mit Mark Burgess von den Chameleons an neuer Musik.

Helmet - Betty

 

Mitte der 90er prägte diese Platte unseren Sound als SWARM wie zuvor Hüsker Dü oder ALL. Wir verbanden die rhythmische Härte mit Atmosphäre. Es war ein guter Weg.  "Wilma`s Rainbow" vereint alles, was Helmet damals ausmachte.

Pixies - Doolittle

 

Sie waren für kurze Zeit die wichtigste Band der Welt. Sie verbanden Hüsker Dü, Salvador Dali und kreativen Wahnsinn zu einer Musik, die auf dieser Platte am abwechslungsreichsten schimmert. Bob Mould kopierte mit seiner Band Sugar später "Debaser" und nannte das Lied "A Good Idea" Die Meister kopieren die Schüler....

Morrissey - Bona Drag (1989)

 

Nach der seltsamen Trennung der Smiths nahm Morrissey Lieder mit Smiths-Produzent Stephen Street und anderen auf, bevor er seine hardrockende Band zusammenstellte. Henry Rollins zeigte aus Gehässigkeit einmal das Video zu "November spawned a monster". Das Lied selbst ist trotzdem ein Meilenstein. Wer singt schon über Behinderte? "Jesus made me so Jesus save me from pitty, sympathy and people discussing me..."

Wire -154 (1979)

 

Ist das Musik oder ist das Kunst? Die beiden Sänger von Wire spielen sich die Bälle zu und sind mal melodiös, mal surrealistisch und mal laut. Anders als auf "Chairs Missing" sind die Lieder hier nicht so kurz, dass man sie beinahe verpasst, wenn man kurz nicht aufpasst.

Sonic Youth -EVOL (1986)

 

Dietmar mochte Sonic Youth immer. Ich erkannte in den verstimmten Gitarren und dem Sägen die Melodien und manchmal Kim Gordons Stimme. Was hatten die nur immer mit Madonna und Sean Penn? Ich hörte die Platte als wir unsere LP aufnahmen.

Nico - The End

 

Wenn es eines Beweises bedurfte, dass Nico nicht mehr so war wie noch einige Jahre zuvor, dann lieferte sie ihn mit "The End". Wer IM AFFEKT für depressiv hält, dem sei diese Platte empfohlen. Wer "You forgot to answer" und "It has not taken long" mit seinem schlimmen Kinderchor durchhält, schafft es vielleicht bis zum umstrittenen "Lied der Deutschen", gesungen von der Frau aus der Kälte.

The Godfathers - Birth, Schhol, Work, Death (1988)

 

Schon alleine des Titels wegen müsste man die Platte kaufen. Mein ältester Bruder war Godfathers-Fan. Deshalb coverten wir im Mai 1988 "If I only had time" auf der Kuhstallfete in Ettenheimmünster mit Stefan an der zweiten Gitarre! Im Inside wünschten wir uns oft "Cause I said so". Rotzige Rockmusik mit einem Schuss Punk!

Rollins Band - Lifetime (1987)

 

Als diese Platte erschien, hörten sie alle, die den Proberaum bevölkerten. Bald spielte Oli Bass wie Andrew Weiss, nur konnte keiner so schreien wie Henry Rollins. Wir sahen ihn Live im Crash im Herbst 1988. Oli schrie die Namen der Bandmitglieder auf die Bühne, Henry tadelte unseren Stefan, weil der ein Bier in der Hand hatte: "Alcohol is poison. For you and for me. For your heart and for your brain!" Jetzt wusste er Bescheid.

The Divine Comedy - Fin de Siècle

 

"The Certainty of chance" beinhaltet im düsteren Schluss den besten Sprechteil der je in einem Lied auftauchte. Neil Hannon singt immer noch wie Dietmar. Und "National Express" ist so beschwingt, dass ich beinahe gute Laune davon bekomme. So geschehen im Januar 2017 beim Konzert in Straßburg.

Sinéad O`Connor - Universal Mother (1992)

 

Nicht nur, weil sie hier "No Apologies" von Nirvana covert, ist sie ein Punk. Dieses Album ist das Zerbrechlichste, was man sich anhören kann. Als sie zum Star wurde, hörten wir "The last day of our acquaintance" vom Album davor laut vor dem Proberaum aus dem Bandbus. Dieses Album endet mit einem Rap über Irland und die Wahrheit über die Hungersnot im Jahre 1847 according to Sinéad.

U2 - Boy (1981)

 

Irgendwann war es leicht, U2 zu hassen. Zu Beginn war es leicht, U2 zu lieben. Es gibt ein Lied über Ian Curtis, wenn man glauben kann, was geschrieben steht ("A Day without me"). Der Joy Division Produzent hatte die ersten Demos von U2 produziert. Man konnte nicht ahnen, dass sie mal Blues machen würden....

Ideal - Der Ernst des Lebens (1982)

 

Was sich Anette Humpe alles zu singen traute ("Komm, wir lassen uns erschießen!") Das Schlagzeug klang unglaublich und wenn Eff Jott Krüger sang ("Ich kann nicht schlafen" und "Herrscher") bekam man Alpträume. Das Gitarrensolo von "Feuerzeug" klingt, als sei es von Markus!

Siouxsie and the Banshees - Tinderbox

 

Die Voodoo-Trommeln vom "Juju" Album und die leiernden Gitarren waren einem poppigeren Sound gewichen und trotzdem sind das unverkennbar die Banshees. "This Unrest" und "Candyman" verbinden die Vergangenheit mit der Gegenwart. Wie ein schöner Vampirfilm mit weiblicher Hauptdarstellerin.

Suzanne Vega - Solitude Standing (1987)

 

Wir fuhren von unserem einzigen Auswärtskonzert in Stuttgart nach Hause. Es war der 9.2. 1988 und auf der Autobahn tobte ein Schneesturm. Während uns tausend weiße Flocken entgegenblitzten, lief dieses Album in Dietmars Fiat. "Nightvision" und "Language" und alles andere werden mich immer begleiten.

Depeche Mode - Violator (1990)

 

Als "Personal Jesus" vorab veröffentlicht wurde, traute man seinen Ohren nicht. Gitarren! Blues! Dies ist die perfekte Depeche Mode Platte. Keine Tischtennisbälle mehr, keine Presslufthammer, aber Songs für die Ewigkeit und eine coole Produktion.

Wall of Voodoo - Dark Continent

 

Immer wieder flatterten seltsame Platten in unser Haus. Manche machten mir angenehme Angst. "Back in Flesh" ist ein hektisches Meisterwerk mit einem Gitarrensolo, das die Typen von uns geklaut haben müssten, wäre diese Platte nicht älter. Stan Ridgway wurde später mit dem Lied "Camouflage" bekannt.

The Psychedelic Furs - The Psychedelic Furs (1980)

 

Eine rauhe Platte, eine rauhe Stimme und ein Saxophon, das ausnahmsweise nicht dazu gebraucht werden konnte, Liebesszenen in Hollywoodfilmen zu untermalen. Hits wie "Heaven" waren hier noch in weiter Ferne, genauso wie die toupierten Frisuren von 1988. Das schöne "Sister Europe" wurde von Icehouse auf deren "Berlin Tapes" - Album gecovert. 

The Beatles - Magical Mystery Tour

 

Der Film war der erste Flop für die Beatles. Aber "I am the Walrus", "Strawberry Fields Forever" und "The Fool on the hill", sogar "Your mother should know....

The Beatles - Seargant Pepper`s Lonely Hearts Club Band

 

Muss man dazu noch was sagen? Vielleicht, dass immer wenn das Crescendo von "A Day in the Life" erklang, die Eltern reinkamen und fragten, ob man noch alle Tassen im Schrank hätte.

The Beatles - A Hard Day`s Night

 

Mein Freund Bertram schenkte mir die Platte auf der Studienfahrt 1990 in London zum Geburtstag. Von Markus hatte ich das Beatles-Gitarrenbuch, um endlich Gitarre zu lernen.

The Chameleons - What does anything mean? Basically. (1985)

 

Eine Band ertrinkt im Hall! Unter den Wolken schimmern Perlen wie "Perfume Garden" und "One Flesh" hervor.

Ultravox - Rage in Eden (1981)

 

Conny Plank hatte schon Ideal und alles Mögliche produziert und man muss sagen: er war ein Genie. Ultravox klingen mysteriös, nach Architektur und nach Film-Noir. Gitarren und Synthesizer im Einklang. Super Songs und ein fantastischer Snaresound, den sie für ihr Comeback-Album "Brilliant" kopierten.

Bob Mould -Workbook

 

Hüsker Dü hatten sich aufgelöst und Bob Mould verschwand auf eine Farm und kam mit dieser Platte zurück. Akustikgitarren und Cello statt sägender Sounds? Ich liebte das Album und Oli schüttelte den Kopf. Mit Akustikgitarre im Hühnerstall "See a little light" singen? Ja.

PJ Harvey - To bring you my love

 

Knarz, knarz. Ich wusste nicht, was ich von dieser Platte halten sollte, empfand dieses Gefühl als angenehm und kaufte sie und habe es nie bereut. Mit Nick Cave sang sie wenig später "Henry Lee" und beinahe wäre sie für jedermann verträglich geworden. Das hat sie bis heute konsequent verhindert. Zum Glück.

The Beatles - Revolver

 

Oli hatte die Maxi-CD von "Paperback Writer" mit der wunderbaren Rückseite "Rain". Auch ohne diese Lieder ist "Revolver" der endgültige Wendepunkt im Werk  der Beatles. Man achte nur auf die Sonnenbrillen! Das verrückte "Tomorrow never knows" wurde von den Chameleons (und von Phil Collins!) gecovert!

Hüsker Dü - Warehouse: Songs and Stories (1987)

 

Als die anderen vom Hüsker Dü Konzert zurückkamen, sagten sie, dass die Band ein Lied an das andere hängte, dem Publikum meist den Rücken zudrehte und unglaublich gewesen sei. Das ist fast schon Pop-Musik. Wir coverten ewig lange "She floated away", für eine Fete sogar vier andere von dieser schönen Doppel LP.

Scott Walker - The Drift (2006)

 

Mit den Walker Brothers sang er einst "The sun ain`t gonna shine anymore". Mit dieser Platte hat er diese Prophezeiung endgültig wahr gemacht. Hier scheint keine Sonne, nicht einmal ein Lämpchen. Statt der üblichen Sterne klatschte ein Rolling Stone Redakeur ein Bild von einem Krankenwagen unter seine Kritik. Ist das Musik? Das muss jeder selbst entscheiden, aber Dietmar könnte hier singen.

The Cure - The Head on the Door (1985)

 

Nach ein oder zwei bunten Alben Anfang der 80er waren The Cure hier wieder Grufties. Oder doch nicht? Sie waren alles auf einmal. Flamenco, Gothic, Pop. Für jeden war was dabei. Für U2 Fans ("Push"), für Grufties ("Sinking") für Spanier ("The Blood") und für Fans von Saxophon-Solos ("A Night like this") Die trauten sich alles....

The Comsat Angels - Waiting for a Miracle (1980)

 

Wieder so eine unverwechselbare Post-Punk Band, die keiner kennt, außer den damaligen IM AFFEKT Freunden. Wir coverten mal "On the beach" und fast "Independence Day" Robert Smith sagte mal: "Wir spielen nicht vor 200 Leuten, wir sind doch nicht die Comsat Angels." Auch die beiden folgenden Alben "Sleep no more" und "Fiction" sind sehr gut. Dann wollten sie bekannt werden.

Depeche Mode - Construction Time Again

 

"Everything Counts" wird live mitgesungen und es ist mehr als verständlich. Hier singen sie noch über die Umwelt, legen eine "Pipeline" und benutzen am Ende sogar eine Akustikgitarre ("And then..)

The Woodentops - Giant

 

Straßenmusiker im Studio! Platte des Monats im MusikExpress irgendwann im Jahre 1985. Akkordeons und Geigen und allerhand Geklöppel. Hektisch und romantisch. Ich hörte das auf dem Walkman, wenn ich mit dem Rad über die Felder zur Probe mit den Zymotic Zulus fuhr.

The Beatles - Rubber Soul

 

Die schon wieder... Eine Sitar in "Norwegian Wood" und ein fieser Text.

Wenn sie die Platte mit dem Bild mit  den Metzgerkitteln und den Babypuppen veröffentlicht hätten, wären die Beatles so gefürchtet gewesen wie IM AFFEKT.

Radiohead - OK Computer

 

Gefiepese, Atmosphäre, zerhackte Beats und dazwischen unglaubliche Lieder. Das war mal eine konsequente Fortsetzung von Post-Punk. Oder Post-Grunge?

"Airbag"! Luka Bloom covert auf seinem "Keeper of the Flame" - Album "No Surprises" und zeigt, dass Radiohead auch nur mit Akustikgitarre funktioniert, zumindest damals noch.

Phillip Boa and the Voodoo Club -Aristocracie

 

Ein deutscher internationaler Popstar? Aus Dortmund? Fast wie die B-52s, nur nicht so lustig und viel lärmiger. "I dedicate my soul to you". Schöne Orgeln, naiver Frauengesang und jede Menge Geschrammel. Sehr originell.

Dead Kennedys - Frankenchrist (1985)

 

Die Dead Kennedys klingen wie die quietschenden Reifen eines Straßenkreuzers. Dieser LP lag ein Poster bei. Es zeigte "Penis Landscape" von HR Giger. Meine Mutter wollte es zerreißen und rannte mir hinterher, doch ich war schneller. Ich habe es immer noch.  Politik kann auch so klingen. Jello Biafra erklärt die USA!

 

 

New Order - Brotherhood (1985)

 

Das Album, das immer unterschlagen wird. Es ist meine Lieblingsplatte von New Order. Seite 1 lässt erahnen, dass es da mal eine Band namens Joy Division gab, Seite 2 ist Elektronik, die immer wieder von Gitarren und Peter Hooks Bass eingefangen wird. In "Every Little Counts" lacht Bernard Sumner sich kaputt. Wer hätte das gedacht?

The Police - Regatta de Blanc

 

Mein Lieblingsschlagzeuger heißt Stewart Copeland! Als ich ihn bei den Aufnahmen zur zweiten IM AFFEKT LP, die nie fertiggestellt wurde, zu sehr kopierte, gab es Tadel vom Produzenten. Police Videos sind zu jener Zeit noch die albernsten der Welt. "Walking on the Moon" hat zwei (!) Snareschläge! Einmal versuchten wir uns an "Message in a bottle", aber keiner konnte es singen.

ABBA - The Album (1977)

 

Noch ein Album, das gerne vergessen wird, denn es ist nicht so wie die anderen. Abba verschanzten sich im Studio und wurden fast zu Pink Floyd. Björn opferte seine Ehe mit Agnetha für diesen Ehrgeiz. Das düstere "I`m  a Marionette" klingt nach James Bond und Musical. Ich liebe es seit ich 7 Jahre alt war.

Siouxsie and the Banshees - Kaleidoscope

 

Produziert von Nigel Gray, der die frühen Police Alben gemacht hat. Und siehe da, die Snare klingt wie von Stewart Copeland. Man höre nur "Christine"! Eine furztrockene Platte, immer noch frisch. Siouxsie Sioux war das Vorbild aller Gruftiefrauen mit eigenem Schminkspiegel (siehe Innencover von "Juju").

Jeff Buckley - Grace

 

Die Gitarre von "Dream Brother" klingt wieder wie von uns. Jeff Buckley vereinte alles Mögliche, war ein großer Smiths-Fan, coverte "I know it`s over" und fügte es in "Hallelujah" ein, mit dem er sich unsterblich machte, bevor er viel zu jung im Mississippi ertrank. Schön, laut, leise, klerikal, ..."Grace" ist sehr viel.

The B-52`s - Play Loud

 

So durchgeknallt wie die Frisuren sind die Themen der B-52s. Fred Schneider kläfft gegen seine beiden Kolleginnen an und es ist immer ein großer Spaß mit fiesen Orgeln, Gekreische und der Frage in "Dance this mess around": "Why don`t you dance with me, I`m  not no Limburger!" Schrill und unverzichtbar!

ALL - Allroy`s revenge

 

Bill Stevenson, der riesige Black Flag Trommler, schrieb Pop Hymnen für die Descendents und für ALL. Beim Konzert in Villingen schenkten wir dem Sänger die "Freude im Stall mit Fleckvieh aus Hall" - Kappe, die Oli mitgebracht hatte. Ich spielte mit der Abiband 1991 "She`s my Ex" beim Abiball.  Bill ist neben Stewart Copeland mein Schlagzeug-Held. Ab 1989 gab es fast nur noch ALL!

 Patty Moon - Mimi and me

 

Hier in der Regio schreibt jemand unglaubliche Lieder und kann immer noch unbehelligt durch`s Dorf laufen! Verstehe einer die Welt. Auf jedem ihrer Alben finden sich Perlen wie hier der Hit "Under Water" und das bedrohliche "Landscape".  "Ambulance" vom "Dream Up" Album könnte auch von den Smiths sein.

Fugazi - 13 Songs

 

Niemand brüllt so schön wie Ian MacKaye! "Waiting Room" hat den Basslauf, den jeder kennen muss. Fugazi sind das Gewissen des US Hardcore!

The Smiths - The Queen is dead (1986)

 

Zunächst warf ich die Platte enttäuscht durch`s Wohnzimmer, dann hörte ich nicht mehr auf, sie aufzulegen. Ein Meisterwerk! "There`s a light that never goes out" wurde die Hymne meines Sommers 1986-so glücklich war ich..... Kürzlich wurde das Lied von Miley Cyrus gecovert. Wie man sich in Menschen täuscht... Jeff Buckley coverte "I know it`s over" und bettete es in "Hallelujah" ein. Ein passender Ort.

The Cure - 17 Seconds

 

Dass The Cure mal eine Stadionband werden könnten, scheint beim Hören dieser Platte ein schlechter Witz, denn sie klingt wie in einem kleinen engen Raum aufgenommen. "A Forest" ist die Wave/Gothic Hymne. "At Night" ist wunderschönes Grau, gecovert von Icehouse auf "The Berlin Tapes".

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© Klaus Biehler